Spielplan

Mo 7.9. 20:00 Ingeborg Bachmann
Mi 9.9. 20:00 Unisono – Von der Liebe zur Mus…
Do 10.9. 15:00 Pane e tulipani
SeniOrient
20:00 Habana Blues
De Cine – mit Tapas ab 19 Uhr
Fr 11.9. 20:00 Becaària
Sa 12.9. 20:00 Soudain
So 13.9. 19:00 Pane e tulipani
Mo 14.9. 20:00 A Sad and Beautiful World
Mi 16.9. 20:00 Salvation
Do 17.9. 20:00 Cinque secondi
Serata italiana mit Apéro ab 19 h
Fr 18.9. 20:00 Cinque secondi
Sa 19.9. 20:00 Cinque secondi
So 20.9. 19:00 Late Fame
Mo 21.9. 20:00 Cinque secondi
Mi 23.9. 20:00 Ingeborg Bachmann
Fr 25.9. 20:00 Late Fame
Sa 26.9. 20:00 Late Fame
So 27.9. 19:00 Soudain
Mo 28.9. 20:00 Salvation
Mi 30.9. 20:00 Late Fame
Fr 2.10. 20:00 A bicyclette!
Sa 3.10. 20:00 A bicyclette!
So 4.10. 19:00 Bashu, the Little Stranger
Mo 5.10. 20:00 A bicyclette!
Di 6.10. 19:00 Rockstar Matthias
Premiere mit Gästen & Gespräch
Mi 7.10. 20:00 A bicyclette!
Do 8.10. 15:00 Bashu, the Little Stranger
SeniOrient
Fr 9.10. 20:00 Salvation
Sa 10.10. 20:00 Soudain
So 11.10. 15:00 Pumuckl und das grosse Missvers…
Familienkino
19:00 Soudain
Mo 12.10. 20:00 Moscas
Mi 14.10. 20:00 Moscas
Do 15.10. 20:00 Medianeras
De Cine – mit Tapas ab 19 Uhr
Fr 16.10. 20:00 Alte Liebe
Sa 17.10. 20:00 Alte Liebe
So 18.10. 19:00 A Sad and Beautiful World
Mo 19.10. 20:00 Rockstar Matthias
Mi 21.10. 20:00 Alte Liebe
Fr 23.10. 20:00 Soudain
Sa 24.10. 20:00 Dua
So 25.10. 19:00 A bicyclette!
Mo 26.10. 20:00 Dua
Mi 28.10. 20:00 Dua
Do 29.10. 19:00 Heldin
Int. Care-Tag mit anschliessender Diskussion
Fr 30.10. 20:00 Queen at Sea
Sa 31.10. 20:00 Das geträumte Abenteuer
So 1.11. 19:00 Nanook of the North
Stummfilm mit Live-Musik
Mo 2.11. 20:00 Queen at Sea
Mi 4.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
Fr 6.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
Sa 7.11. 20:00 Queen at Sea
So 8.11. 19:00 Das geträumte Abenteuer
Mi 11.11. 20:00 Queen at Sea
Do 12.11. 15:00 The Great Dictator
SeniOrient mit Apéro zum Feiern
Fr 13.11. 20:00 The Great Dictator
Sa 14.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
So 15.11. 19:00 Queen at Sea
Do 10.12. 15:00 Heidi
SeniOrient
So 27.12. 15:00 Heidi
Familienkino
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Apples

Von Christos Nikou / Griechenland / 2020

Eine eigenartige Epidemie sucht Griechenland heim. Männer wie Frauen verfallen einem akuten Gedächtnisverlust und landen in einer spezialisierten Klinik. Wenn sie dort niemand abholt, können sie sich einer Therapie unterziehen, bei der es gilt, eine eigene Identität neu zu erschaffen. Dieser Erstling macht Christos Nikou zu einem Namen, den man sich merken sollte.

Wir haben alle einen Lockdown hinter uns plus eine zweite Phase des teilweisen Lahmliegens von Öffentlichkeit. Der Grieche Christos Nikou konnte nicht ahnen, dass die Realität seine Fiktion so rasch einholt. Er erzählt in seinem Regieerstling von Aris, einem eher einsam wirkenden Mann mittleren Alters, der eines Tages nicht mehr weiss, wer er ist und wo er hingehört. Am Ort, an dem man ihn betreut, macht man Tests und ordnet seinen Gedächtnisverlust einem Phänomen zu, das sich breitgemacht hat und von dem viele betroffen sind. Eine Therapie soll auch Aris helfen, wieder zu sich zu kommen, oder müsste man sagen: Ein neues Sich zu finden? Der von Erinnerung Unbelastete kann, wenn man das positiv betrachten will, neu anfangen. Es gibt sogar ein Programm, das ihm beim Aufbau eines Bewusstseins helfen soll; Aris bekommt banale Aufgaben geliefert, die er erfüllen und zu denen er mit einer Instantkamera jeweils ein Bild festhalten soll: Fahrradfahren, Kinobesuch, Ausgang. Über die Aufgaben bilden sich neue Erinnerungen und, wer weiss, so etwas wie eine Identität. Aris ist nicht allein, auch das gehört zu seinen Lernschritten. Da taucht eine Anna auf, die das gleiche Regenerations-Programm durchläuft. Kannten sich die beiden vor dem Gedächnisverlust? Oder passen sie zusammen? Schaffen einfache Erfahrungen eine neue Identität? Definiert diese sich übers Erinnern? Der Spielfilm aus Griechenland provoziert Fragen und wirkt mit unserer Pandemieerfahrung noch amüsanter, als er es ohnehin ist. Der Humor, der ihn prägt, ist aber ein lakonischer und stiller. Wir sind eingeladen zu Betrachtungen einer surrealen Welt, von der wir inzwischen wissen, dass sie so surreal nicht ist, und vor allem: Unsere eigene Welt kann schlagartig recht surreal werden.
Walter Ruggle

Dauer: 90 Minuten
Sprache: Griechisch/d/f
Altersfreigabe: 16
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