Spielplan

Fr 24.5. 20:30 The Load
Sa 25.5. 20:30 Doubles vies
So 26.5. 19:00 Easy Rider
Mo 27.5. 20:30 The Load
Mi 29.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
Do 30.5. 20:30 Doubles vies
Fr 31.5. 20:30 The Harvesters
Sa 1.6. 20:30 The Harvesters
So 2.6. 19:00 Gateways to New York
Mo 3.6. 20:30 The Harvesters
Mi 5.6. 20:30 Rust
Fr 7.6. 20:30 The Hidden Fortress
Toshiro Mifune
Sa 8.6. 20:30 Throne of Blood
Toshiro Mifune
So 9.6. 19:00 The Hidden Fortress
Toshiro Mifune
Mo 10.6. 19:00 Sanjuro
Toshiro Mifune
Mi 12.6. 20:30 Sanjuro
Toshiro Mifune
Do 13.6. 15:00 Mrs. Doubtfire
SeniOrient
Fr 14.6. 20:30 Familia sumergida
Sa 15.6. 20:30 Familia sumergida
So 16.6. 19:00 Familia sumergida
Mo 17.6. 20:30 Rust
Di 18.6. 20:00 Los silencios
Mi 19.6. 20:30 Los silencios
Do 20.6. 20:00 Santiago, Italia
Italo-Abend
Fr 21.6. 20:30 Santiago, Italia
Sa 22.6. 20:30 Santiago, Italia
So 23.6. 19:00 Inna de Yard
Mo 24.6. 20:30 Rust
Mi 26.6. 20:30 Monos
Fr 28.6. 20:30 Santiago, Italia
Sa 29.6. 20:30 Los silencios
So 30.6. 19:00 Mrs. Doubtfire
Do 15.8. 15:00 Charade
SeniOrient
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Tel Aviv on Fire

Von Sameh Zoabi / Palästina / 2018

Salam hat ein Praktikum bei der erfolgreichen Soap «Tel Aviv on Fire» angetreten. Um das Studio zu erreichen, muss er täglich den Check-Point zwischen seinem Wohnort Jerusalem und Ramallah passieren. Dort trifft er auf Assi, den israelischen Chef des Übergangs, der nicht schlecht staunt, einem Macher der Lieblingsserie seiner Frau gegenüberzustehen. Sameh Zoabi entwickelt aus dieser Anlage eine herrliche Komödie, die genussvoll zwischen dem Schein der Serie und der Wirklichkeit pendelt. Der israelische Grenzer Assi liebt Hummus und meint, dass niemand ihn so gut zubereiten kann, wie die Paläsinenser. Die müssen bei ihm durch die Schleuse, und Salem ist einer von ihnen, ein eher unbeholfen wirkender Mann, der in Jerusalem lebt und für die populäre Serie «Tel Aviv on Fire» als Autor arbeitet. Es ist eine explosive Lappalie, die Salem mit Assi ins Gespräch bringt, aber weil dessen Frau die Serie, an der Salem arbeitet, so heiss liebt, beginnt ihm Assi Ideen für die Handlung zu stecken, damit er zuhause bluffen kann. Dem uninspirierten Salem kommen die Tipps gerade mal recht. Die grosse Kunst von «Tel Aviv on Fire» besteht darin, dass der Filmemacher Sameh Zoabi einen Konflikt, von dem eigentlich alle seit Jahren genug haben, aufs Menschelnde runterbricht und über den Abgründen der Situation mit federfüssiger Leichtigkeit tänzelt. Weil er den Schein einer TV-Serie geschickt mit dem Sein der Wirklichkeit verwebt, ist seine Geschichte im Kern eine globale. Wir schauen dem Treiben jedenfalls mit Genuss und Vergnügen zu und staunen am Ende, dass man über die Situation im Nahen Osten allen Ernstes kichern und schmunzeln kann. Aber die Liebesfäden, die da über die Bildschirme gehen, sind ganz einfach intelligent und facettenreich gesponnen, geprägt von herrlichen Dialogen. «Nicht alles ist politisch», stichelt Assis Frau ihn zuhause an und fordert: «Sei romantisch!»

Am Freitag, 1. März, wird der Filmemacher Sameh Zoabi aus dem Orient im Orient zu Besuch weilen und Frage zu seiner Komödie beantworten. Zoabi wurde im israelischen Iksal geboren und studierte Film an der Tel Aviv University und der Columbia University, New York. Nach einem Kurzfilm realisierte er seinen Erstling «Man Without a Cell Phone». Die Komödie «Tel Aviv on Fire» hatte ihre Premiere an der Mostra d’arte cinematografica in Venedig 2018 und wurde vom Publikum mit einer Standing Ovation gefeiert. – Reservation empfohlen: 056 430 12 39

Dauer: 97 Minuten
Sprache: Arabisch/Hebräisch/d
Altersfreigabe: 14
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