Spielplan

Sa 21.9. 20:30 The Song of Mary Blane
So 22.9. 19:00 The Song of Mary Blane
Mo 23.9. 20:30 Le Miracle du Saint Inconnu
Mi 25.9. 20:00 Tambour battant
Fr 27.9. 20:00 Tambour battant
Sa 28.9. 20:00 Tambour battant
So 29.9. 19:00 Ly-Ling und Herr Urgesi
Mo 30.9. 20:00 Tambour battant
Mi 2.10. 20:00 Tambour battant
Do 3.10. 20:00 Una storia senza nome
Serata italiana
Fr 4.10. 20:00 Best of Fantoche 2019
Special
Sa 5.10. 20:00 Systemsprenger
So 6.10. 16:00 Best of Fantoche Kids
Familienkino
19:00 For Sama
Mo 7.10. 20:00 For Sama
Mi 9.10. 20:00 Systemsprenger
Do 10.10. 15:00 Zur Sache Schätzchen
SeniOrient
Fr 11.10. 20:00 So Long, My Son
Sa 12.10. 20:00 So Long, My Son
So 13.10. 19:00 So Long, My Son
Mo 14.10. 19:00 So Long, My Son
Mi 16.10. 19:00 So Long, My Son
Fr 18.10. 20:00 Systemsprenger
Sa 19.10. 20:00 Systemsprenger
So 20.10. 19:00 Systemsprenger
Mo 21.10. 20:00 Systemsprenger
Mi 23.10. 20:00 For Sama
Do 24.10. 20:00 Troppa grazia
Serata italiana
Fr 25.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Sa 26.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
So 27.10. 19:00 So Long, My Son
Mo 28.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Di 29.10. 20:00 Welcome to Sodom
Special
Mi 30.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Do 31.10. 20:00 Burn Out
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So Long, My Son

Von Wang Xiaoshuai / China / 2019

Episches Kino, wie man es selten noch in dieser Dichte zu sehen bekommt. Ein grossartiges Fresko, das uns das China der letzten Jahrzehnte vor Augen führt. Aufgrund der Ein-Kind-Politik, die die chinesischen Behörden verordnet hatten, war Liyun gezwungen, eine Abtreibung vorzunehmen, als sie ein zweites Mal schwanger wurde. Die Operation verlief schlecht, was zur Sterilität der jungen Frau führte. Als danach ihr Bub beim Spielen ertrank, beschloss das Paar, die Industriestadt im Norden zu verlassen und sich in einem kleinen Küstendorf im Süden des Landes niederzulassen. Aus dieser einfachen Anlage entwirft Wang Xiaoshuai (Beijing Bicycle) eine faszinierende Sozialchronik, die uns an das Ende der Kulturrevolution zurückführt, um eine Reise ins heutige China zu unternehmen und dabei das Aufkommen des chinesischen Kapitalismus zu erleben. Er hält sich allerdings nicht an die äussere Chronologie; die Perioden überschneiden sich und melden sich, gewissermassen ohne Vorwarnung, aus einer andern Richtung wieder, je nach dem, was die Erinnerung des Paares gerade wachruft. Die gewählte Form spiegelt unser Leben und wie für uns Erinnerungen gegenwärtig werden. Die dramaturgische Entscheidung könnte zu Verwirrung führen, aber die erzählerische Meisterschaft des Regisseurs schafft ein dichtes Fresko. Yaojun und Liyun (verkörpert von den an der Berlinale ausgezeichneten Wang Jingchun und Yong Mei) treten im Spiel zurück, um die Wirkung des historischen Hintergrundes sich umso stärker entfalten zu lassen. Das ist eine der Störken des Spielfilms «So Long, My Son», denn damit können wir als Zuschauende die sozialen Folgen der Umbrüche im heutigen China hautnah spüren. In einer Handlung voller Überraschungen webt Wang Xiaoshuai die kleine Geschichte von Yaojun und Liyun geschickt in die grosse Geschichte ihres Landes ein. Das eine illustriert das andere, was seinerseits das Drama des ersten erklärt.

Dauer: 180 Minuten
Sprache: Mandarin/deutsch/französisch
Altersfreigabe: 16
Fr 11.10. 20:00 So Long, My Son
Sa 12.10. 20:00 So Long, My Son
So 13.10. 19:00 So Long, My Son
Mo 14.10. 19:00 So Long, My Son
Mi 16.10. 19:00 So Long, My Son
So 27.10. 19:00 So Long, My Son
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