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Spielplan

Fr 12.6. 0:00 Orient startet am 12. Juni
ab 12. Juni geht's wieder los
20:30 Ema y Gastón
Sa 13.6. 20:30 Ema y Gastón
So 14.6. 19:00 You Will Die At 20
Mi 17.6. 20:30 Ema y Gastón
Fr 19.6. 20:30 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
Sa 20.6. 20:30 It Must Be Heaven
So 21.6. 19:00 It Must Be Heaven
Mi 24.6. 20:30 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
Fr 26.6. 20:30 It Must Be Heaven
Sa 27.6. 20:30 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
So 28.6. 19:00 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
Di 30.6. 20:00 You Will Die At 20
Spezial - früherer Beginn
Mi 1.7. 20:30 It Must Be Heaven
Fr 3.7. 20:30 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
Sa 4.7. 20:30 It Must Be Heaven
So 5.7. 19:00 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
Mi 8.7. 20:30 Iniciales S.G - Serge Gainsbourg
Fr 10.7. 20:30 You Will Die At 20
Sa 11.7. 20:30 It Must Be Heaven
So 12.7. 19:00 Ema y Gastón
Mi 15.7. 20:30 It Must Be Heaven
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Monos

Von Alejandro Landes / Kolumbien / 2019

Acht Jugendlichen bewachen an einem entlegenen Winkel im bergischen Dschungel Kolumbiens eine nordamerikanische Geisel und die Milchkuh Shakira. Sie spielen genau genommen Krieg, und merken erst allmählich, wie ernst das Spiel ist. Alejandro Landes hat die irre Situation zu einem atmosphärisch ungemein dichten, visuell und akustisch intensiven Film gestaltet, mit Darstellenden, die uns in den Sog des Geschehens mitreissen.

Am Anfang sieht alles so harmlos aus. Ein paar Jugendliche spielen auf einer Anhöhe, fernab der Welt. Patagrande, Rambo, Leidi, Sueca, Pitufo, Lobo, Perro und Bum Bum werden sie genannt; das sind Kampfnamen, sie gehören zu einer paramilitärischen Einheit, die Anweisungen erhalten sie von einem Boten. Ihr Auftrag ist einfach: Die Gruppe soll auf die Milchkuh Shakira aufpassen und schauen, dass die US-amerikanische Geisel Doctora nicht abhaut. Wohin sollte sie auch abhauen? Die Frage stellt sich im Lauf des Filmes immer klarer, denn einen Ausweg aus der Situation scheint es im kolumbianischen Dschungel für niemanden so einfach zu geben. Auch nicht für uns als Zuschauende, und dies wiederum ist das Verdienst einer ungemein fesselnden filmischen Arbeit.

Alejandro Landes und Co-Autor Alexis Dos Santos haben mit «Monos» einen Überlebens-Thriller gestaltet. Elementaren Anteil daran hat Kameramann Jasper Wolf, der die ausweglose Situation in delirierende Bilder fasst, während Javier Farina und Lena Esquenazi auf der Tonspur und mit der Musik von Mica Levi das Ihre beitragen. Inhaltlich geht es um Loyalitäten und kleine Machtkämpfe innerhalb einer Gruppe von Jugendlichen, wie sie sich überall auf der Welt in unterschiedlichen Formen abspielen könnten. Die mitreissende Form, in der Alejandro Landes die Situationen variiert, lässt uns Teil des Ganzen sein, unausweichlich. Man denkt natürlich an grosse Vorbilder wie «Deliverance» von John Boorman, wo unter zivilen Umständen das Irre in den Alltag eindringt, oder an Coppolas «Apocalypse Now», den ultimativen Film zum sinnleeren Kriegswahnsinn. Landes bleibt konsequent bei seinen Kids, die, der Welt entzogen,nach eigenen Gesetzen Freiheit spielen und am Ende selber genauso Gefangene sind wie ihre Geisel. Atemlos, unausweichlich, stark.

Dauer: 102 Minuten
Sprache: Spanisch/d/f
Altersfreigabe: 16
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