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Spielplan

So 20.10. 19:00 Systemsprenger
Mo 21.10. 20:00 Systemsprenger
Mi 23.10. 20:00 For Sama
Do 24.10. 20:00 Troppa grazia
Serata italiana
Fr 25.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Sa 26.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
So 27.10. 19:00 So Long, My Son
Mo 28.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Di 29.10. 20:00 Welcome to Sodom
Special
Mi 30.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Do 31.10. 20:00 Burn Out
Fr 1.11. 20:00 Atlantique
Sa 2.11. 20:00 Atlantique
So 3.11. 16:00 Atlantique
19:00 Le miracle du Saint Inconnu
Special
Mo 4.11. 20:00 Atlantique
Mi 6.11. 20:00 Atlantique
Fr 8.11. 20:00 Deutschstunde
Sa 9.11. 20:00 Deutschstunde
So 10.11. 19:00 Deutschstunde
Mo 11.11. 20:00 Deutschstunde
Mi 13.11. 20:00 Deutschstunde
Do 14.11. 15:00 Die wunderbaren Männer mit de...
SeniOrient
Fr 15.11. 20:00 Where We Belong
Sa 16.11. 20:00 Where We Belong
So 17.11. 19:00 Where We Belong
Mo 18.11. 20:00 Deutschstunde
Mi 20.11. 20:00 Atlantique
Do 21.11. 20:00 Un giorno all'improvviso
Serata italiana
Fr 22.11. 20:00 La cordillera de los sueños
Sa 23.11. 20:00 La cordillera de los sueños
So 24.11. 19:00 La cordillera de los sueños
Mo 25.11. 20:00 Death in Sarajevo
Mi 27.11. 20:00 Death in Sarajevo
Fr 29.11. 20:00 Death in Sarajevo
Sa 30.11. 20:00 Die wunderbaren Männer mit de...
So 1.12. 19:00 La cordillera de los sueños
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Monos

Von Alejandro Landes / Kolumbien / 2019

Acht Jugendlichen bewachen an einem entlegenen Winkel im bergischen Dschungel Kolumbiens eine nordamerikanische Geisel und die Milchkuh Shakira. Sie spielen genau genommen Krieg, und merken erst allmählich, wie ernst das Spiel ist. Alejandro Landes hat die irre Situation zu einem atmosphärisch ungemein dichten, visuell und akustisch intensiven Film gestaltet, mit Darstellenden, die uns in den Sog des Geschehens mitreissen.

Am Anfang sieht alles so harmlos aus. Ein paar Jugendliche spielen auf einer Anhöhe, fernab der Welt. Patagrande, Rambo, Leidi, Sueca, Pitufo, Lobo, Perro und Bum Bum werden sie genannt; das sind Kampfnamen, sie gehören zu einer paramilitärischen Einheit, die Anweisungen erhalten sie von einem Boten. Ihr Auftrag ist einfach: Die Gruppe soll auf die Milchkuh Shakira aufpassen und schauen, dass die US-amerikanische Geisel Doctora nicht abhaut. Wohin sollte sie auch abhauen? Die Frage stellt sich im Lauf des Filmes immer klarer, denn einen Ausweg aus der Situation scheint es im kolumbianischen Dschungel für niemanden so einfach zu geben. Auch nicht für uns als Zuschauende, und dies wiederum ist das Verdienst einer ungemein fesselnden filmischen Arbeit.

Alejandro Landes und Co-Autor Alexis Dos Santos haben mit «Monos» einen Überlebens-Thriller gestaltet. Elementaren Anteil daran hat Kameramann Jasper Wolf, der die ausweglose Situation in delirierende Bilder fasst, während Javier Farina und Lena Esquenazi auf der Tonspur und mit der Musik von Mica Levi das Ihre beitragen. Inhaltlich geht es um Loyalitäten und kleine Machtkämpfe innerhalb einer Gruppe von Jugendlichen, wie sie sich überall auf der Welt in unterschiedlichen Formen abspielen könnten. Die mitreissende Form, in der Alejandro Landes die Situationen variiert, lässt uns Teil des Ganzen sein, unausweichlich. Man denkt natürlich an grosse Vorbilder wie «Deliverance» von John Boorman, wo unter zivilen Umständen das Irre in den Alltag eindringt, oder an Coppolas «Apocalypse Now», den ultimativen Film zum sinnleeren Kriegswahnsinn. Landes bleibt konsequent bei seinen Kids, die, der Welt entzogen,nach eigenen Gesetzen Freiheit spielen und am Ende selber genauso Gefangene sind wie ihre Geisel. Atemlos, unausweichlich, stark.

Dauer: 102 Minuten
Sprache: Spanisch/d/f
Altersfreigabe: 16
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