Spielplan

Fr 28.2. 20:00 Camille
Sa 29.2. 20:00 Camille
So 1.3. 19:00 Der Bär in mir
Mo 2.3. 20:00 Camille
Di 3.3. 17:30 Uncle Boonmee
KantiKino
Mi 4.3. 20:00 The County
Do 5.3. 20:00 The County
Fr 6.3. 20:00 La vérité
Sa 7.3. 20:00 La vérité
So 8.3. 16:00 The County
19:00 La vérité
Mo 9.3. 20:00 La vérité
Di 10.3. 20:00 Das Salz der Erde
Special
Mi 11.3. 20:00 La vérité
Do 12.3. 15:00 All the President's Men
SeniOrient
20:00 Cittadini del mondo
Serata italiana
Fr 13.3. 17:30 Kanti Film Festival
KantiKino
20:30 Ema y Gastón
Sa 14.3. 20:00 Ema y Gastón
So 15.3. 19:00 Ema y Gastón
Mo 16.3. 20:00 Ema y Gastón
Mi 18.3. 20:00 Ema y Gastón
Fr 20.3. 20:00 It Must Be Heaven
Sa 21.3. 20:00 It Must Be Heaven
So 22.3. 16:00 It Must Be Heaven
19:00 Ema y Gastón
Mo 23.3. 20:00 It Must Be Heaven
Di 24.3. 19:00 Midnight Traveler
Special
Mi 25.3. 20:00 It Must Be Heaven
Do 26.3. 19:00 Revolverchuchi
Buchvernissage
Fr 27.3. 20:00 Ema y Gastón
Sa 28.3. 20:00 Ema y Gastón
So 29.3. 16:00 La vérité
19:00 It Must Be Heaven
Mo 30.3. 20:00 It Must Be Heaven
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Atlantique

Von Mati Diop / Senegal / 2019

In einem Vorort von Dakar fordern Arbeiter auf einer Hochhausbaustelle ihren Lohn, der seit Monaten nicht mehr gezahlt wurde. Sie halten es nicht mehr aus und beschliessen, übers Meer zu fahren und in Europa ihr Glück zu suchen. Unter ihnen der junge Souleiman, der Geliebte der schönen Ada, die allerdings einem Jungen aus besserem Haus versprochen wurde und diesen heiraten soll. Bald wissen alle, dass die Piroge mit den Männern draussen auf dem Atlantik gesunken ist; das Meer kann äusserst grausam sein. Eigenartige Vorkommnisse beschäftigen die Stadt. Wenige Tage nach der Abreise der Männer verwüstet ein Feuer die Hochzeitsfeier der jungen Frau, und ein mysteriöses Fieber befällt die Mädchen in der Nachbarschaft. Ada hat keine Ahnung, dass Suleiman zurückgekehrt ist. Die Polizei sucht nach ihm, da er womöglich noch lebt. Oder doch nicht? Sind es doch nur die Seelen oder Geister der Abwesenden, die die daheim gebliebenen heimsuchen?

Dieser Film gehörte zu den Highlights in Cannes, und wäre da nicht der starke Koreaner gewesen, der auch im Oscarrennen mit ihr steht, hätte Mati Diop als erster Mensch mit Wurzeln in der Subsahara die Goldene Palme gewonnen, als zweite Frau. Verdient hätte sie die Auszeichnung. Mati Diops Dakar, fantastisch bei Nacht, kakophonisch tagsüber, liegt zwischen dem Meer und dem gigantischen Turmbau, zwischen einer unüberwindbaren Barriere – die die Kamera mehr bedrückend und hypnotisch als schön und poetisch zeigt – und dem Smog der Umweltverschmutzung. Es sind die Frauen, die im Stadtbild dominieren und die wir überall treffen. Sie sind die starken Figuren, die sich widersetzen und Gerechtigkeit für ihre Freunde und Ehemänner fordern. Fatima Al Qadiris magnetische Musik, kombiniert mit starken traditionellen Klängen, betont die fantastische, oft bedrückende Atmosphäre des Atlantiks. Mati Diop frischt geschickt das Thema Hexerei und Magie auf, das oft im afrikanischen Kino vorkommt. Sie vergisst Zauberer und Grigris, um von Frauenkörpern zu erzählen, die von den Seelen ihrer vermissten Männer in Besitz genommen wurden. Die junge Ada ist der Faden der Ariadne, der uns durch das Labyrinth von Dakar führt. Nachdem sie sich endlich von den Fesseln der arrangierten Ehe befreit hat, erinnert sie uns an die schöne Anta im Klassiker «Touki Bouki» von Djibril Diop Mambéty. «Atlantique» wirkt nachhaltig wie ein zärtlicher Weckruf an die weibliche Solidarität und ein wunderschöner Tribut an die afrikanische Jugend.

Dauer: 104 Minuten
Sprache: Wolof/d/f
Altersfreigabe: 16
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