Spielplan

Mo 2.11. 20:00 Queen at Sea
Mi 4.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
Do 5.11. 20:00 Naza
Zusatzvorstellung
Fr 6.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
Sa 7.11. 20:00 Queen at Sea
So 8.11. 19:00 Das geträumte Abenteuer
Mo 9.11. 20:00 Alte Liebe
Mi 11.11. 20:00 Queen at Sea
Do 12.11. 15:00 The Great Dictator
SeniOrient mit Apéro zum Feiern
Fr 13.11. 20:00 The Great Dictator
Sa 14.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
So 15.11. 19:00 Queen at Sea
Mo 16.11. 20:00 Tristan Forever
Mi 18.11. 20:00 The Loneliest Man In Town
Fr 20.11. 20:00 White Sun
Benefizvorstellung für Nepal
Sa 21.11. 20:00 Enjoy Your Stay
So 22.11. 19:00 Henry Fonda for President
Es war einmal Amerika
Mo 23.11. 20:00 The Loneliest Man In Town
Mi 25.11. 20:00 Tristan Forever
Do 26.11. 20:00 El ser querido
Vorpremiere De Cine, Tapas ab 19 h
Fr 27.11. 20:00 Congo Boy
Sa 28.11. 20:00 Congo Boy
So 29.11. 19:00 Congo Boy
Mo 30.11. 20:00 Enjoy Your Stay
Mi 2.12. 20:00 Congo Boy
Do 3.12. 17:30 I Love You, I Leave You
Fr 4.12. 20:00 Histoires parallèles
Sa 5.12. 20:00 Histoires parallèles
So 6.12. 19:00 Der Erfinder
Hommage Bruno Ganz
Mo 7.12. 20:00 Histoires parallèles
Di 8.12. 20:00 Histoires parallèles
Mi 9.12. 20:00 Enjoy Your Stay
Do 10.12. 15:00 Heidi
SeniOrient
20:00 Les parapluies de Cherbourg
Jazz im Film
Fr 11.12. 20:00 Minotaur
Sa 12.12. 20:00 Minotaur
So 13.12. 11:00 Pettersson und Findus – Das sch…
Film und Kindermuseum
19:00 Nostalgia de la luz
Hommage an Patricio Guzmán
Mo 14.12. 20:00 Minotaur
Mi 16.12. 20:00 A Sad and Beautiful World
Fr 18.12. 20:00 Derborence – Le temps des anima…
Sa 19.12. 20:00 Derborence – Le temps des anima…
So 20.12. 19:00 Time and Water
Mo 21.12. 20:00 Time and Water
Mi 23.12. 20:00 Derborence – Le temps des anima…
Sa 26.12. 19:00 Time and Water
So 27.12. 15:00 Heidi
Familienkino
19:00 Vertigo
Hommage Alfred Hitchcock
Mo 28.12. 20:00 We Are All Strangers
Vorpremiere
Di 29.12. 20:00 Solaris
Hommage Andrei Tarkowski
Mi 30.12. 20:00 Fjord
Vorpremiere
Do 31.12. 19:00 Viva Maria!
Silvesterperle
Fr 1.1. 19:00 We Are All Strangers
Sa 2.1. 19:00 We Are All Strangers
So 3.1. 16:00 Derborence – Le temps des anima…
Familienkino
19:00 Viva Maria!
Mo 4.1. 20:00 We Are All Strangers
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Atlantique

Von Mati Diop / Senegal / 2019

In einem Vorort von Dakar fordern Arbeiter auf einer Hochhausbaustelle ihren Lohn, der seit Monaten nicht mehr gezahlt wurde. Sie halten es nicht mehr aus und beschliessen, übers Meer zu fahren und in Europa ihr Glück zu suchen. Unter ihnen der junge Souleiman, der Geliebte der schönen Ada, die allerdings einem Jungen aus besserem Haus versprochen wurde und diesen heiraten soll. Bald wissen alle, dass die Piroge mit den Männern draussen auf dem Atlantik gesunken ist; das Meer kann äusserst grausam sein. Eigenartige Vorkommnisse beschäftigen die Stadt. Wenige Tage nach der Abreise der Männer verwüstet ein Feuer die Hochzeitsfeier der jungen Frau, und ein mysteriöses Fieber befällt die Mädchen in der Nachbarschaft. Ada hat keine Ahnung, dass Suleiman zurückgekehrt ist. Die Polizei sucht nach ihm, da er womöglich noch lebt. Oder doch nicht? Sind es doch nur die Seelen oder Geister der Abwesenden, die die daheim gebliebenen heimsuchen?

Dieser Film gehörte zu den Highlights in Cannes, und wäre da nicht der starke Koreaner gewesen, der auch im Oscarrennen mit ihr steht, hätte Mati Diop als erster Mensch mit Wurzeln in der Subsahara die Goldene Palme gewonnen, als zweite Frau. Verdient hätte sie die Auszeichnung. Mati Diops Dakar, fantastisch bei Nacht, kakophonisch tagsüber, liegt zwischen dem Meer und dem gigantischen Turmbau, zwischen einer unüberwindbaren Barriere – die die Kamera mehr bedrückend und hypnotisch als schön und poetisch zeigt – und dem Smog der Umweltverschmutzung. Es sind die Frauen, die im Stadtbild dominieren und die wir überall treffen. Sie sind die starken Figuren, die sich widersetzen und Gerechtigkeit für ihre Freunde und Ehemänner fordern. Fatima Al Qadiris magnetische Musik, kombiniert mit starken traditionellen Klängen, betont die fantastische, oft bedrückende Atmosphäre des Atlantiks. Mati Diop frischt geschickt das Thema Hexerei und Magie auf, das oft im afrikanischen Kino vorkommt. Sie vergisst Zauberer und Grigris, um von Frauenkörpern zu erzählen, die von den Seelen ihrer vermissten Männer in Besitz genommen wurden. Die junge Ada ist der Faden der Ariadne, der uns durch das Labyrinth von Dakar führt. Nachdem sie sich endlich von den Fesseln der arrangierten Ehe befreit hat, erinnert sie uns an die schöne Anta im Klassiker «Touki Bouki» von Djibril Diop Mambéty. «Atlantique» wirkt nachhaltig wie ein zärtlicher Weckruf an die weibliche Solidarität und ein wunderschöner Tribut an die afrikanische Jugend.

Dauer: 104 Minuten
Sprache: Wolof/d/f
Altersfreigabe: 16
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