Spielplan

Fr 26.4. 19:00 Kurzfilmnacht
Kurzfilmnacht
Sa 27.4. 20:00 Nuestro tiempo
So 28.4. 19:00 Nuestro tiempo
Mo 29.4. 19:00 Nuestro tiempo
Mi 1.5. 20:30 Passion - Zwischen Revolte un...
Fr 3.5. 20:30 Ash Is Purest White
Sa 4.5. 20:30 Ash Is Purest White
So 5.5. 19:00 Passion - Zwischen Revolte un...
Mo 6.5. 20:30 Ash Is Purest White
Mi 8.5. 20:30 Doubles vies
Do 9.5. 15:00 Easy Rider
SeniOrient
Fr 10.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
Sa 11.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
So 12.5. 19:00 God Exists, Her Name is Petrunya
Mo 13.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
Di 14.5. 20:00 Eric Clapton - Life in 12 Bars
Blues Festival
Mi 15.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
Do 16.5. 20:00 Lazzaro felice
Italo-Abend
Fr 17.5. 20:00 Shiraz
Piano André Desponds
Sa 18.5. 20:30 Doubles vies
So 19.5. 19:00 Doubles vies
Mo 20.5. 20:00 Eric Clapton - Life in 12 Bars
Blues Festival
Mi 22.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
Fr 24.5. 20:30 The Load
Sa 25.5. 20:30 Doubles vies
So 26.5. 19:00 Easy Rider
Mo 27.5. 20:30 The Load
Mi 29.5. 20:30 God Exists, Her Name is Petrunya
Do 30.5. 20:30 Doubles vies
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The Wild Pear Tree

Von Nuri Bilge Ceylan / Türkei / 2018

Nach dem meisterlichen Cannes-Sieger «Winter Sleep» scheint Nuri Bilge Ceylan noch tiefer vorzudringen in den Zauber des Literarischen im Kino. Er erzählt von Sinan, der nach Abschluss seines Studiums in seine heimatliche Provinz zurückkehrt. Im anatolischen Heimatdorf holen ihn die Schulden seines Vaters ein und Fragen, die sich ihm und uns stellen. Der Filmtitel «The Wild Pear Tree» steht auch für den Titel des ersten Romans, den Sinan verfasst hat. Wir schauen gewissermassen einem Buch in seiner Entstehung zu, ohne dass wir uns dessen bewusst wären. Es wird auch nicht geschrieben, es bildet sich aus und mit dem, was sich da eben gerade abspielt. Man könnte auch sagen: Wir schauen der Literatur beim Literaturwerden zu. Sinan soll als Lehrer arbeiten und muss angesichts der politischen Lage fürchten, versetzt zu werden. In der Schule wie in der Kultur hat man es in der Türkei von heute nicht einfach. Freies Denken ist nicht erwünscht und schädlicher als Rauchen. Es könnte Fragen stellen oder sich lustig machen, beides Dinge, die Autokraten nicht mögen. Aber Nuri Bilge Ceylan ist kein Autor, der seine Lebenszeit mit dem Oberflächenhandwerk Politik vergeuden möchte. Seine Filme sind existenzielle, dadurch werden sie politisch. Hier visualisiert er wie gewohnt bestechend und dialogisiert in literarischer Grösse. Die Bilder geben der Sprache Raum, im Ton wirkt auch ein Schweigen oder der Hauch des Windes ausdrucksstark. Einem Ceylan-Film sollte man offen begegnen, dann wünscht man nach drei Stunden, das Schauen und Lauschen mögen noch lange dauern.

Dauer: 188 Minuten
Sprache: Türkisch/d/f
Altersfreigabe: 16
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