Spielplan

Fr 17.1. 20:00 A Tale of Three Sisters
Sa 18.1. 20:00 A Tale of Three Sisters
So 19.1. 19:00 A Tale of Three Sisters
Mo 20.1. 20:00 A Tale of Three Sisters
Mi 22.1. 20:00 A Tale of Three Sisters
Fr 24.1. 20:00 Little Joe
Sa 25.1. 20:00 Little Joe
So 26.1. 19:00 Little Joe
Mo 27.1. 20:00 Little Joe
Di 28.1. 17:30 Alien
KantiKino
Mi 29.1. 20:00 Little Joe
Fr 31.1. 20:00 Les particules
Sa 1.2. 20:00 Les particules
So 2.2. 19:00 Les particules
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OOAM Cinéconcert
Mi 5.2. 20:00 Der Bär in mir
Do 6.2. 20:00 Il Traditore
Serata italiana
Fr 7.2. 20:00 Il Traditore
Sa 8.2. 20:00 Il Traditore
So 9.2. 19:00 Wer sind wir?
Mo 10.2. 20:00 Atlantique
Shortlist Oscars
Mi 12.2. 20:00 Parasite
Fünf Oscar Nominationen
Do 13.2. 15:00 L'albero degli zoccoli
SeniOrient
Fr 14.2. 20:00 La Gomera
Sa 15.2. 20:00 La Gomera
So 16.2. 15:00 Der Bär in mir
Familienkino
19:00 L'albero degli zoccoli
Mo 17.2. 20:00 La Gomera
Mi 19.2. 20:00 Der Bär in mir
Fr 21.2. 20:00 Camille
Sa 22.2. 20:00 Camille
So 23.2. 19:00 Camille
Mo 24.2. 20:00 Der Bär in mir
Mi 26.2. 20:00 La Gomera
Fr 28.2. 20:00 Camille
Sa 29.2. 20:00 Camille
So 1.3. 19:00 Der Bär in mir
Mo 2.3. 20:00 Camille
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God Exists, Her Name is Petrunya

Von Teona Strugar Mitevska / Mazedonien / 2019

Dieser Film schlug im Wettbewerbsprogramm von Berlin 2019 ein wie eine Rakete: «Endlich!» frohlockte der Tagesspiegel, «es wurde höchste Zeit für einen Film von dieser Wucht. Danach lauter merkwürdig gelöste Gesichter voll stiller Freude.» Und wir freuen uns nun, ihn im Orient präsentieren zu können. Als Frauen-Film des Jahres: Eine Selbstwerdung.

Petrunya lebt mit 31 noch bei ihren Eltern und sucht Arbeit. Auf dem Rückweg nach einem Vorstellungsgespräch, das für die junge Frau nicht nur erfolglos, sondern auch demütigend war, trifft sie auf die Dreikönigsprozession und folgt ihr zum Fluss, wo der Priester ein Holzkreuz ins eiskalte Wasser wirft; die harten Jungs sollen es retten. Ohne viel zu überlegen, springt Petrunya ins Wasser und schnappt sich das Kreuz. Der Skandal ist perfekt: Eine Frau hat gefälligst Männerregeln zu folgen.

Mit «Gott existiert, ihr Name ist Petrunya» trifft die mazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska einen Nerv unserer Zeit. Dabei ist Petrunya alles andere als eine Frauenrechtlerin.

Sie lässt nur einfach ihren gesunden Menschenverstand walten und redet so, wie sie empfindet, egal ob das, was sie sagt, gesellschaftlich korrekt ist oder nicht. Dadurch hält sie der selbstgerechten Männerwelt einen Spiegel vor, während die Filmemacherin zeigt, wie Religionen, gedeckt von Politikern und Beamten, die absurdesten Regeln aufrechterhalten. Die Darstellerin von Petrunya ist Zorica Nusheva, und sie ist eine stoische Wucht, bringt uns die Figur mit phänomenalem Talent nahe. Sie verkörpert diese Offenbarung einer jungen Frau, die so richtig selbstbewusst wird, als sie die Schwächen des vermeintlich starken Geschlechts wahrnimmt. Teona Strugar Mitevska spielt mit einem satirischem Ton zwischen Ironie gegenüber Strukturen und Empathie für ihre Figuren.

Dauer: 100 Minuten
Sprache: Mazed./d/f
Altersfreigabe: 16
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