Spielplan

Sa 21.9. 20:30 The Song of Mary Blane
So 22.9. 19:00 The Song of Mary Blane
Mo 23.9. 20:30 Le Miracle du Saint Inconnu
Mi 25.9. 20:00 Tambour battant
Fr 27.9. 20:00 Tambour battant
Sa 28.9. 20:00 Tambour battant
So 29.9. 19:00 Ly-Ling und Herr Urgesi
Mo 30.9. 20:00 Tambour battant
Mi 2.10. 20:00 Tambour battant
Do 3.10. 20:00 Una storia senza nome
Serata italiana
Fr 4.10. 20:00 Best of Fantoche 2019
Special
Sa 5.10. 20:00 Systemsprenger
So 6.10. 16:00 Best of Fantoche Kids
Familienkino
19:00 For Sama
Mo 7.10. 20:00 For Sama
Mi 9.10. 20:00 Systemsprenger
Do 10.10. 15:00 Zur Sache Schätzchen
SeniOrient
Fr 11.10. 20:00 So Long, My Son
Sa 12.10. 20:00 So Long, My Son
So 13.10. 19:00 So Long, My Son
Mo 14.10. 19:00 So Long, My Son
Mi 16.10. 19:00 So Long, My Son
Fr 18.10. 20:00 Systemsprenger
Sa 19.10. 20:00 Systemsprenger
So 20.10. 19:00 Systemsprenger
Mo 21.10. 20:00 Systemsprenger
Mi 23.10. 20:00 For Sama
Do 24.10. 20:00 Troppa grazia
Serata italiana
Fr 25.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Sa 26.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
So 27.10. 19:00 So Long, My Son
Mo 28.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Di 29.10. 20:00 Welcome to Sodom
Special
Mi 30.10. 20:00 Portrait de la jeune fille en...
Do 31.10. 20:00 Burn Out
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God Exists, Her Name is Petrunya

Von Teona Strugar Mitevska / Mazedonien / 2019

Dieser Film schlug im Wettbewerbsprogramm von Berlin 2019 ein wie eine Rakete: «Endlich!» frohlockte der Tagesspiegel, «es wurde höchste Zeit für einen Film von dieser Wucht. Danach lauter merkwürdig gelöste Gesichter voll stiller Freude.» Und wir freuen uns nun, ihn im Orient präsentieren zu können. Als Frauen-Film des Jahres: Eine Selbstwerdung.

Petrunya lebt mit 31 noch bei ihren Eltern und sucht Arbeit. Auf dem Rückweg nach einem Vorstellungsgespräch, das für die junge Frau nicht nur erfolglos, sondern auch demütigend war, trifft sie auf die Dreikönigsprozession und folgt ihr zum Fluss, wo der Priester ein Holzkreuz ins eiskalte Wasser wirft; die harten Jungs sollen es retten. Ohne viel zu überlegen, springt Petrunya ins Wasser und schnappt sich das Kreuz. Der Skandal ist perfekt: Eine Frau hat gefälligst Männerregeln zu folgen.

Mit «Gott existiert, ihr Name ist Petrunya» trifft die mazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska einen Nerv unserer Zeit. Dabei ist Petrunya alles andere als eine Frauenrechtlerin.

Sie lässt nur einfach ihren gesunden Menschenverstand walten und redet so, wie sie empfindet, egal ob das, was sie sagt, gesellschaftlich korrekt ist oder nicht. Dadurch hält sie der selbstgerechten Männerwelt einen Spiegel vor, während die Filmemacherin zeigt, wie Religionen, gedeckt von Politikern und Beamten, die absurdesten Regeln aufrechterhalten. Die Darstellerin von Petrunya ist Zorica Nusheva, und sie ist eine stoische Wucht, bringt uns die Figur mit phänomenalem Talent nahe. Sie verkörpert diese Offenbarung einer jungen Frau, die so richtig selbstbewusst wird, als sie die Schwächen des vermeintlich starken Geschlechts wahrnimmt. Teona Strugar Mitevska spielt mit einem satirischem Ton zwischen Ironie gegenüber Strukturen und Empathie für ihre Figuren.

Dauer: 100 Minuten
Sprache: Mazed./d/f
Altersfreigabe: 16
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