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Was bleibt war 6 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im November 2017.

Was bleibt

Hans-Christian Schmid, Deutschland, 2012
Spielfilm, 85 Min.

Marko (Lars Eidinger) fährt mit dem kleinen Sohn von Berlin zu seinen Eltern, in ihr geschmackvoll eingerichtetes Haus im Grünen. Der Vater (Ernst Stötzner) hat seinen erfolgreichen Verlag verkauft und plant eine Studienreise in den Nahen Osten. Alles scheint in schönster Ordnung. Doch dann verkündet beim Essen Markos Mutter (Corinna Harfouch) völlig überraschend, dass sie die Medikamente, dank denen sie ihr Leben besser im Griff hatte, nicht mehr nimmt und nicht mehr braucht. Marko reagiert positiv auf diese Neuigkeit. Der Rest der Familie jedoch ist entsetzt und befürchtet, die Mutter könnte einen Zusammenbruch erleiden und das Leben aller aus dem Gleichgewicht bringen. Der deutsche Regisseur Hans- Christian Schmid erzählt in «Was bleibt», der im Wettbewerb des Filmfestivals in Berlin gezeigt wurde, von einer gut situierten Familie, deren Gefühlskosmos arg durcheinander gewirbelt wird. Wie in seinen früheren Filmen «23» oder «Requiem» beweist er einmal mehr viel Gespür für die genaue Schilderung sozialer Milieus und menschlicher Beziehungen. «Was bleibt» ist ein kraftvoller, eindringlicher Film, der durch eine präzise und elegante Inszenierung wie durch ein herausragendes Schauspiel- Ensemble überzeugt und mitten aus dem heutigen Leben in unseren Breitengraden erzählt.

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