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A Touch of Zen war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Oktober 2017.

A Touch of Zen

King Hu, Taiwan, 1972
187 Min.

Wir freuen uns, einen Meilenstein des Kinos in restaurierter Fassung wieder zugänglich zu machen, den legendären «A Touch of Zen» von King Hu, Vorbild für ungezählte Kinospektakel und das zentrale Werk des so genannten Wuxia-Films. In diesem Genre, das in der chinesischen Literatur ebenso bedeutsam ausgeprägt ist wie im chinesischen Film, wird von ritterlichen Helden und Heldinnen erzählt, die sich, einem rigiden Moralkodex gehorchend, gegen Korruption und Machtmissbrauch zur Wehr setzen – und die sich dabei in besonderer Weise in den Kampfkünsten auszeichnen. Fantastische Elemente spielen darin eine wichtige Rolle, die Figuren sind mit übernatürlichen Kräften ausgestattet und verfügen über unwahrscheinliches Könnens. Der junge Ku Shen Chai ist in «A Touch of Zen» ein Künstler im China der Ming-Dynastie. Er lebt nahe einer verlassenen Festung, in der es spuken soll. Mysteriöse Geräusche locken ihn an, und er trifft auf die bildhübsche Yang Hui Ching, die da mir ihrer Mutter lebt. Der märchenhafte Spielfilm ist das stilbildende Meisterwerk, Vorbild von späteren Erfolgen wie «Crouching Tiger, Hidden Dragon» von Ang Lee. Ku Shen Chai langweilt sich. In einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt, hat er einen kleinen Laden, in dem er seine Dienste als Schreiber, Dichter und Kunstmaler anbietet. Kus Verhältnisse sind bescheiden; er lebt neben einem verlassenen Fort, das etwas ausserhalb des Ortes liegt, gemeinsam mit seiner Mutter, die ihm beständig in den Ohren liegt, er solle doch endlich die Beamtenprüfung ablegen, damit er endlich heiraten und sie endlich auf Enkelkinder stolz sein könne. Eine etwas andere Seherfahrung ist garantiert.

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