© Kino Orient  
Spieldaten
So 31.12  19:00
Di 02.01  20:00

One, Two, Three

Billy Wilder, Deutschland, 1961
120 Min.

┬źNapoleon hat versagt, Hitler hat versagt, aber Coca Cola wirds schaffen!┬╗ Billy Wilder, gebürtiger Österreicher, in Berlin gross geworden und vor dem Krieg nach Amerika emigriert, kehrte anfangs der sechziger Jahre in seine Nachkriegsheimat zurück, um eine Komödie über den Einzug von nordamerikanischen Werten in Europa zu drehen. Berlin als Stadt mit verschiedenen Zonen eignete sich dafür natürlich besonders, und obendrein noch der Osten, dem man den Westtarif durchgeben wollte. Ein strammer Jungkommunist muss da also im Ost-Berlin 1961 kapitalismustauglich zurechtgebogen werden, was kein einfaches Unterfangen ist. Das Projekt mit dem jungen Horst Buchholz und dem Altstar James Cagney in den Hauptrollen, wurde just in jener Zeit gedreht, da die DDR ihr Land dichtmachte. Wir erleben die Grenze also als eine der wirtschaftlichen Trennung einerseits, aber auch als eine, die mitten durch eine Stadt gehen kann und daselbst Mauern wachsen lässt, die absurder kaum sein könnten. Weil Billy Wilder ein scharfsinniger und böswitziger Beobachter war, konnte er aus Elementen der Wirklichkeit vor diesem Hintergrund eine köstliche Komödie übers Blockdenken der Menschheit gestalten und darüber, zuwelch blödsinnigen Grenzziehungen diese imstande ist. Der Film bietet heute als Rarität auch einen nostalgischen Rückblick und ein Stück gute Unterhaltung.

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